Ruß bei Kerzen: warum er entsteht und wie Sie ihn vermeiden

Kennen Sie das? Eine Kerze hinterlässt einen schwarzen Rand im Glas oder einen Rußfleck an der Wand. Das ist Ruß – und so verbreitet das Phänomen auch ist, fast immer lässt es sich vermeiden. Es hängt nicht vom Zufall ab, sondern von einer Handvoll Faktoren, die sich leicht steuern lassen. Wir erklären Ihnen, warum Ruß entsteht und wie Ihre Kerzen sauber abbrennen.

Was ist Ruß eigentlich genau?

Ruß besteht aus winzigen Kohlenstoffpartikeln, die freigesetzt werden, wenn das Wachs nicht vollständig verbrennt. Bei einer sauberen Verbrennung wandelt sich das Wachs nahezu vollständig in Licht und Wärme um. Stört etwas diesen Vorgang – zu viel Brennstoff, zu wenig gleichmäßiger Sauerstoff, eine unruhige Flamme –, entweicht ein Teil des Wachses als schwarzer Rauch. Ruß ist also ein Zeichen dafür, dass die Kerze nicht unter idealen Bedingungen brennt.

Ursache Nr. 1: ein zu langer Docht

Das ist mit Abstand der häufigste Grund. Ein langer Docht saugt mehr Wachs auf, als er sauber verbrennen kann; die Flamme wird größer, gerät aus dem Gleichgewicht und beginnt zu rußen. Die Lösung ist denkbar einfach: den Docht vor jedem Anzünden auf wenige Millimeter kürzen. Sie werden sofort eine kleinere, ruhigere und saubere Flamme bemerken.

Ursache Nr. 2: Zugluft

Eine Flamme braucht Ruhe, um sauber zu brennen. Herrscht Zugluft – ein offenes Fenster, ein Ventilator, die Klimaanlage, vorbeigehende Menschen –, flackert die Flamme, lodert auf und droht zwischendurch zu erlöschen. In diesem ständigen Auf und Ab entsteht Ruß, und das Wachs tropft. Stellen Sie die Kerze daher immer an einen geschützten Ort, fern von Luftströmungen. Eine unscheinbare Änderung mit großer Wirkung.

Ursache Nr. 3: die Wachsart

Nicht jedes Wachs brennt gleich sauber. Paraffin, das aus Erdöl gewonnen wird, neigt stärker zur Rußbildung als pflanzliche Wachse. Sojawachs brennt sauberer und bei niedrigerer Temperatur und erzeugt dadurch deutlich weniger Ruß. Wenn Sie Ruß stört, sind Kerzen aus Sojawachs also von vornherein die bessere Wahl. (Ausführlich erklären wir das in unserem Beitrag über Sojawachs im Vergleich zu Paraffin.)

Weitere Einflussfaktoren

  • Zu lange Brenndauer: Brennt die Kerze viele Stunden am Stück, überhitzt das Wachs und kann mehr Ruß bilden. Gönnen Sie ihr Pausen.
  • Rückstände im Wachs: Heruntergefallene Dochtreste oder Streichhölzer im geschmolzenen Wachs verbrennen schlecht und rußen. Halten Sie die Oberfläche sauber.
  • Die brennende Kerze bewegen: Beim Tragen gerät die Flamme in Bewegung. Besser löschen, umstellen und am gewünschten Ort wieder anzünden.

So entfernen Sie einen Rußfleck

Hat das Gefäß bereits einen schwarzen Rand, warten Sie, bis die Kerze gelöscht und abgekühlt ist, und reinigen Sie ihn mit einem Tuch oder Papier, das Sie leicht anfeuchten; bei hartnäckigeren Flecken hilft etwas milde Seife. An Wänden handeln Sie möglichst rasch und vorsichtig, denn Ruß setzt sich fest. Am besten ist jedoch wie immer das Vorbeugen: mit kurzem Docht und ohne Zugluft müssen Sie kaum etwas reinigen.

Kurz zusammengefasst

Ruß ist kein Pech, sondern eine Flamme, die nicht unter idealen Bedingungen brennt. Kürzen Sie den Docht, halten Sie die Kerze von Zugluft fern, wählen Sie Sojawachs und halten Sie die Oberfläche sauber – so genießen Sie ein sauberes, ruhiges und schönes Licht, ganz ohne Flecken und Rauch.

Ruß und Raumluft: was Sie wissen sollten

Viele fragen sich, ob der Ruß von Kerzen die Raumluft beeinträchtigt. Bei normalem, gelegentlichem Gebrauch in einem gut gelüfteten Raum müssen Sie sich darüber keine Sorgen machen; Ruß ist eher ein ästhetisches Problem – die Flecken an Gläsern und Wänden – als ein gesundheitliches. Wenn Sie dennoch gern und häufig Kerzen anzünden, ist es sinnvoll, den Ruß so gering wie möglich zu halten: der sauberen Wohnung zuliebe und für eine schönere Flamme.

Die Formel ist immer dieselbe: Sojawachs, kurzer Docht, keine Zugluft und das natürliche Lüften des Raums. Mit diesen Gewohnheiten verschmutzt eine gut gepflegte Kerze kaum. Und besteht sie zudem aus hochwertigem pflanzlichem Wachs, sind Sie von vornherein im Vorteil.

Schadet Ruß der Kerze?

Der Ruß an sich „beschädigt“ das Wachs nicht, aber er ist ein Zeichen dafür, dass die Kerze nicht optimal brennt: Wenn sie rußt, brennt sie vermutlich auch ungleichmäßig und schneller ab als nötig. Eine stark rußende Kerze verschmutzt also nicht nur, sie wird auch schlechter genutzt. Die Ursachen zu beheben – vor allem Docht und Zugluft – erspart Ihnen daher nicht nur das Putzen: Ihre Kerze hält länger und brennt schöner. Zwei Gründe in einem, ihr ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken.

Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen

Warum raucht meine Kerze schwarz?
Fast immer liegt es an einem zu langen Docht oder an Zugluft. Löschen Sie die Kerze, kürzen Sie den Docht und zünden Sie sie an einem geschützten Ort wieder an.
Rußt Sojawachs weniger als Paraffin?
Ja. Da Sojawachs sauberer und bei niedrigerer Temperatur brennt, erzeugt es deutlich weniger Ruß als Paraffin.
Ist der Ruß von Kerzen gefährlich?
Bei normalem Gebrauch und guter Belüftung müssen Sie sich keine Sorgen machen, doch er verschmutzt Oberflächen. Am besten vermeiden Sie ihn mit kurzem Docht und ohne Zugluft.
Wie reinige ich das geschwärzte Glas einer Kerze?
Wischen Sie das Glas bei kalter Kerze mit einem feuchten Tuch oder Papier ab; bei hartnäckigen Flecken hilft etwas milde Seife.

Kerzen, die sauber brennen

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